K-MaxX Moving Technology
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K-MaxX Honda CB 900 F Bol d'Or

Titelstory im MO Heft 07/2009

Mal ganz ehrlich: die besten Ideen kommen doch fast immer plötzlich und unverhofft. Beim Mittagessen, beim Motorradfahren, manchmal auch nachts, im Traum oder auf dem Klo. Oder beim Surfen im Internet, wenn man mal aus abendlicher Langeweile nachschaut, was der Motorradmarkt gerade so zu bieten hat. Irgend etwas Schickes für kleines Geld, ja genau, warum eigentlich keine Honda Bol d’Or. Und, hoppla, diese 84er hier, sportlich in weiß-rot-anthrzit, die sieht ja sogar noch richtig gut aus. Pling-pling, Sternchen in den Augen, genau die ist es …

So war der Anfang einer Begebenheit, die mit der Titelstory des Motorrad Magazin MO, Heft 07-2009, vielleicht noch gar nicht zu Ende ist. 8 Schon beim ersten Blick auf die Bilder der damaligen Internet-Annonce entstand fast automatisch eine separate Skizze des Umbaus im Kopf. Räder und Radführungen mit modernen Komponenten, der Rest, die gesamte Linie weitgehend serienmäßig und möglichst stilecht, höchstens leicht angepasst. Es sollten nur Komponenten von neutralen Zulieferern verwendet werden, also keine Serienteile, schon gar nicht von anderen japanischen Herstellern als Honda. Und diese eben nur, wenn nichts anderes geht. Was auch weitgehend funktionierte, bis auf einen Punkt: die Hinterrad-Schwinge. Aber mal ehrlich, keiner der klassischen Zulieferer kann die schlichte Genialität dieser stilechten Superbike-Schwinge toppen. Also: Ausnahme. PVM-Räder, Öhlins-Fahrwerk, Brembo-Bremsen, und eben eine Kawasaki-Schwinge. Sicher, man könnte die USD-Gabel als nicht stilecht bemängeln. Aber sie war Absicht. Denn eine moderne Radführung ist zumindest beim Vorderrad eine USD-Gabel, auch wenn ein Standart-Pendant ebenfalls bereit liegt. Sind die Komponenten erstmal festgelegt kommt der schwierige Teil, die Umsetzung. Eine Öhlins-USD-Gabel mit 54 Millimetern Standrohr-Durchmesser muss irgendwie in den Lenkkopf der CB 900 passen. Die Lösung liegt in masssiven Gabelbrücken, die einst für einen Bandit-Umbau angefertigt wurden. Das Gabeljoch der CB 900 ist serienmäßig mit der unteren Gabelbrücke verschraubt und kann für die Maßnahme verwendet werden. Allerdings sind die gefrästen Brücken nicht ganz zu Ende konstruiert denn der Abstand zwischen den Standrohren ist zu eng ausgefallen, so dass selbst die originalen Suzuki-Felgen kaum zwischen die Klemmfäuste passen, ohne innen zu schleifen. Die PVM-10-Speichen-Felgen sind zwar einen Hauch schmaler, mit leichten Modifikationen an der Bremsanlage passen sie knapp hinein und erlauben die Verwendung von LUCAS/TRW-Bremsscheiben.

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Die nicht symmetrische ZRX-Schwinge in den ebenfalls leicht un-symmetrischen Honda-Rahmen zu einzupassen ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, schließlich sollte das Motorrad nach Fertigstellung nicht nur gut aussehen, sondern auch gut fahren, was die Einhaltung enger Toleranzen in Sachen Spur und Radflucht unbedingt nötig machte und sich demzufolge deutlich spürbar im Arbeitsaufwand niederschlug. Besonders die Kombination mit der PVM-10-Speichen-Felge einer Suzuki GSX-R 1000 aus der Superbike-IDM erforderte Änderungen am Kettenrad-Träger und dem Bremszangen-Halter hinten. Bremsanlage, Moriwaki-Auspuff und Dynatec-Zündanlage zu montieren wird nach der Fahrwerks-Herausforderunug zur echten Entspannung, genauso wir die das Abnahme-Prozedere mit einem Motorrad-Profi vom TÜV.

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